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Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft

Professur für Musikwissenschaft – Prof. Dr. Kordula Knaus

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Die Opera buffa als europäisches Phänomen. ​Migration, Mapping und Transformation einer neuen Gattung

(Forschungsprojekt, gefördert durch die DFG, Oktober 2017 bis September 2020 an der Professur für Musikwissenschaft, Universität Bayreuth, Prof. Dr. Kordula Knaus, Dr. Lena van der Hoven, Dr. Andrea Zedler)  

Die Verbreitung der Opera buffa in Europa zwischen 1745 und 1765 systematisch zu untersuchen, ist Ziel des von der DFG geförderten Projekts. Das leitende Erkenntnisinteresse fragt danach, wie und unter welchen Bedingungen sich die italienische komische Oper zu einem europäischen Phänomen entwickelte und somit Aufführungsorte in St. Petersburg genauso fand wie in Wien, London oder Barcelona. Drei Teilbereiche – Migration, Mapping und Transformation – wurden definiert, um zentrale Fragen zu bearbeiten. Grundlage der Analysen ist eine im Projekt erstellte Datenbank, die mit Hilfe von Visualisierungstools Wanderbewegungen abbildet. Im Teilbereich Migration stehen Verbreitungsmechanismen und Migrationsprozesse von Personen (u.a. Mitglieder von Wandertruppen) und Materialien (u.a. Musikalien und Ausstattung) im Vordergrund der Untersuchung. Eine Landkarte der Opera buffa-Aufführungen in Europa wird im Teilbereich Mapping erstellt und damit Kulturräume identifiziert und kartographiert, in denen sich die komische Oper etabliert hat. Diese Kulturräume werden auf ihre jeweiligen Rahmenbedingungen hin untersucht, unter denen sich dort die Opera buffa als aristokratische Unterhaltungsform entfalten konnte. Erkenntnisziel des Bereiches Transformation ist die Identifikation von Veränderungen, denen die Werke sowie die Gattung generell auf ihren Wegen ausgesetzt waren. Aspekte wie Repertoireumbau, Geschmackswandel, Publikum und (politische) Funktion der Oper buffa werden hierbei betrachtet. Das Projekt wird in seiner Ausrichtung einen Beitrag zum Verständnis der europäischen Operngeschichte im 18. Jahrhundert liefern und Einblicke in die sich ändernden kunstästhetischen Bedingungen der beginnenden Aufklärung geben.​


Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Lena van der Hoven

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